Jagd - und Sportschützenbedarf

                  Silvia Schulmeister

SRS Waffen

Umgang mit Gas- und Signalwaffen

1. Erwerb und Besitz von Gas- und Signalwaffen
Der Erwerb und Besitz von Gas- und Signalwaffen, die der zugelassenen Bauart nach § 8 Beschussgesetz entsprechen und ein PTB-Zulassungszeichen tragen, und der dazugehörigen Munition ist erlaubnisfrei ab 18 Jahren. 

2. Führen von Gas- und Signalwaffen
Nur wer die tatsächliche Gewalt über Gas- und Signalwaffen außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums ausüben will (führen), bedarf einer behördlichen Erlaubnis - kleiner Waffenschein - (§ 10 Abs. 4 Satz 4 i.V.m. Anlage 2 Abschnitt 2 Unterabschnitt 3 Nr. 2 und 2.1 WaffG-neu).

Der kleine Waffenschein wird auf Antrag von der örtlich zuständigen Waffenbehörde erteilt.

Erteilungsvorraussetzungen für einen solchen Waffenschein sind außer dem Altersnachweiß von 18 Jahren

  • Volljährigkeit
  • Nachweis der körperlichen und geistigen Eignung,
  • keine Drogen- oder Alkoholabhängigkeit,
  • einwandfreies Führungszeugnis, Jugendstrafen, Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von weniger als 90 Tagessätzen haben keine Auswirkung auf die Antragstellung,
  • Nachweise einer fachgerechten Aufbewahrung der Waffen, für Unbefugte unzugänglich.


Wer die Waffe in der Öffentlichkeit führt, muss stets auch den erteilten “Kleinen Waffenschein” und seinen gültigen Personalausweis oder Pass mitführen. Verstöße dagegen stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro geahndet werden können.

Die Waffe ist verdeckt zu führen (Auflage gem. § 9 Abs. 1 und 2 WaffG). Ein Verstoß gegen diese Auflage ist ebenfalls bußgeld bewährt und kann eine Ahndung mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro sowie den Widerruf des kleinen Waffenscheins nach sich ziehen.  

Ein Führen solcher Waffen in der Öffentlichkeit ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat nach dem Waffengesetz dar. Es droht eine Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren und der Verlust aller waffenrechtlichen Erlaubnisse sowie die Einziehung der Waffe/Waffen.   

Das Schießen in der Öffentlichkeit ist allerdings auch mit einem erteilten “Kleinen Waffenschein” verboten.                                                                              Das gilt auch an Silvester!

Wenige gesetzliche Ausnahmen für das Schießverbot sind abschließend im § 12 Abs. 4 Waffengesetz geregelt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro geahndet


3. Schießen mit Gas- und Signalwaffen

Jedes Schießen außerhalb von Schießständen ist erlaubnispflichtig.
Ausnahmen gemäß § 12 Abs. 4 WaffG-neu:

 a) Notwehr,  Notstand
 b) mit Signalwaffen bei Not- und Rettungsübungen
 c) mit Schußwaffen aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann
  (1) durch Mitwirkende an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtende Vorführungen
  (2) zum Vertreiben von Vögeln in landwirtschaftlichen Betrieben
 d) im befriedeten Besitztum - mit Genehmigung des Inhabers des Hausrechtes - mit Schusswaffen, aus denen       nur Kartuschenmunition verschossen werden kann
  e) mit Schreckschuss- oder Signalwaffen zur Abgabe von Start- oder Beendigungszeichen im Auftrag der Veranstalter bei Sportveranstaltungen, wenn optische oder akustische Signalgebung erforderlich ist.


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