Jagd - und Sportschützenbedarf

                   Silvia Schulmeister

Jedes Jahr werden schätzungsweise 100.000 Rehkitze beim Mähen getötet. 
Im Frühjahr, wenn die Landwirte ihre Wiesen mähen, legen die Ricken ihren Nachwuchs im hohen Gras ab, um sie so vor Fressfeinden zu schützen.Die Kitze laufen bei Gefahr nicht weg, im Gegenteil, sie ducken sich uns verharren bewegungslos. Erst wenn die Kitze älter als drei Wochen sind, flüchten sie selbstständig.  
Genau dieses Schutzverhalten wird ihnen bei der Mahd zum Verhängnis.  Sie werden vom Mähwerk erfasst und im besten Fall sofort getötet. Dies wollen wir verhindern!

 

Schallkanone                          Preis: 189,00 €

 


Bei Verwendung der Schallkanone stehen durch den Schalldruck und das ungewohnte Geräusch auch Jungtiere auf und der Fahrer erkennt sie früher.


  • Die Schallkanone wird direkt am Schlepper oder Roder montiert und mit Bordstrom betrieben.
  • Die Technik kann bei allen Feldarbeiten angewendet werden und ist nicht nur auf die Grasernte beschränkt, sondern auch beim Pflanzenschutz, der Saatbeet- und Stoppelbearbeitung sowie bei der Energiepflanzenernte einsetzbar.


Rettung von Rehkitzen: Das ist die Rechtslage

Wer ist verantwortlich, dass die Wiese auf Kitze abgesucht wird: Der Landwirt, der Jäger oder der Fahrer, der die Wiese mäht (z.B. bei Beauftragung von Lohnunternehmen)?


Der Staat hat den Tierschutz im Art. 20 a GG aufgenommen. Dieser ist damit als Staatsziel und bedingt, dass Schutzmaßnahmen soweit möglich bei der Mahd zu ergreifen sind. Überdies bestimmt § 1 des Tierschutzgesetzes, dass niemand ohne vernünftigen Grund Tieren Leiden und Schmerzen zufügen darf. Überdies ist derjenige, dem das Jagdrecht zusteht, dies ist der Eigentümer nach § 3 BJagdG, also meist der Landwirt, zur Hege verpflichtet. Nach § 39 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu verletzen oder zu töten. Die Mahd ist ohne Schutzmaßnahme für sich allein kein vernünftiger Grund ein Tier zu verletzen oder zu töten. Entsprechend des sogenannten Verursacherprinzips ist somit primär der Landwirt und der Fahrer/Maschinenführer für das Absuchen seines Landes verantwortlich. Für den Jagdausübungsberechtigten ergibt sich zwar eine Mitwirkungspflicht (vgl. § 1. Abs. 1 S. 1 BJagdG – Hegepflicht), allerdings ist es der Landwirt, der durch die Mähmaßnahmen eine Gefahr setzt.

Überdies hat auch der Landwirt eine Hegeverpflichtung. Die Hege eines gesunden, artenreichen Wildbestandes ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch dem jeweiligen Grundeigentümer (oder auch Pächter) obliegt. Nach der Rechtsprechung hat der Landwirt alle möglichen und zumutbaren Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um das Ausmähen von Kitzen zu vermeiden. Die Beauftragung eines Lohnunternehmers entbindet den Landwirt nicht per se von seiner dementsprechenden Pflicht, vielmehr müssen jenem diese Aufgaben ausdrücklich übertragen und zuverlässig durchgeführt werden.

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